Ein stabiles Fundament
Projektdokumentation Woche 1
Lis
1/24/20263 min read


Woche 1: Das Fundament
In dieser ersten Projektwoche ging es nicht um Kapitel oder Inhalte, sondern um Voraussetzungen.
Bevor das eigentliche Schreiben beginnt, musste eine Arbeitsumgebung entstehen, die dieses Projekt über 90 Tage hinweg trägt. Dazu gehörte zunächst ganz banal Strukturarbeit: Ordner auf dem Laufwerk, klare Ablagen für Zwischenstände, Quellen, Outline und Kapitel. Zusätzlich habe ich mir im Browser feste Lesezeichen zu meinen KI-Assistenten angelegt, um im Arbeitsalltag nicht jedes Mal suchen zu müssen.
Diese Vorarbeit ist unspektakulär, aber entscheidend. Sie reduziert Reibung im späteren Prozess und verhindert, dass Zeit an Stellen verloren geht, an denen keine inhaltlichen Entscheidungen getroffen werden.
Die Schreib-DNA als eigentlicher Projektstart
Der zentrale Arbeitsschritt dieser Woche war die Erarbeitung meiner Schreib-DNA.
Bevor ich mit KI an einem Buch arbeite, muss klar sein, wie Texte bei mir funktionieren müssen. Nicht nur im Sinne von Tonalität oder Stiladjektiven, sondern im Sinne von Haltung, Entscheidungslogik und klaren Grenzen. Ziel war es, der KI nicht nur Anweisungen zu geben, sondern ein belastbares Referenzdokument zu schaffen, das ich im weiteren Prozess immer wieder einsetzen kann.
Der vollständige Chatverlauf dieses Interviews ist veröffentlicht und kann hier eingesehen werden. Ebenso steht das daraus entstandene Ergebnisdokument zur Verfügung, das meine Schreib-DNA verbindlich festhält.
Der Assistent arbeitet nicht mit allgemeinen Fragen, sondern mit gezielten Nachfragen, Grenzziehungen und Korrekturschleifen. Er lässt keine Ausweichbewegungen zu und zwingt dazu, Positionen zu klären, die man im Alltag oft implizit trifft, aber selten explizit formuliert.
Erwartung vs. Realität im Arbeitsaufwand
Für diesen Schritt hatte ich ursprünglich etwa zwei Stunden eingeplant. Tatsächlich hat der Prozess rund fünf Stunden gedauert.
Nicht, weil das Tool nicht funktioniert hätte, sondern weil der Denkprozess anspruchsvoller war als erwartet. Viele Fragen zielen auf Entscheidungen, über die ich mir vorher noch nie bewusst Gedanken gemacht hatte. Genau darin liegt aber auch der Wert dieses Schritts.
Der Aufwand am Anfang ist hoch. Dafür entsteht ein Dokument, das im weiteren Verlauf Überarbeitung reduziert und Entscheidungsarbeit vorzieht. Diese Verschiebung ist kein Nachteil, sondern ein bewusster Tausch: mehr Denkarbeit zu Beginn, weniger Korrekturschleifen später.
Zeitrealität dieser Woche
Diese Woche war außerdem von weniger verfügbarer Zeit geprägt als geplant. Unerwartete private Herausforderungen haben den verfügbaren Arbeitsrahmen eingeschränkt. Auch das ist Teil dieses Projekts.
Das erste Wochenupdate erscheint deshalb am Samstag statt am Freitag. Diese Abweichung wird nicht kaschiert, sondern bewusst festgehalten.
Ziel dieses Projekts ist es ja, zu zeigen, wie ein Expertenbuch unter realistischen Bedingungen entsteht und wie sich der Prozess in den ganz normalen Alltag einbauen lässt.
Dokumentation mit und ohne Kamera
Nicht der gesamte Prozess wurde als Video aufgezeichnet.
Die ersten Schritte mit dem Schreib-DNA-Assistenten habe ich per Video dokumentiert, um sichtbar zu machen, wie diese Art der Arbeit konkret aussieht. Danach habe ich mich bewusst entschieden, den restlichen Durchlauf ohne Kamera abzuschließen. Der Grund dafür war schlicht Konzentration. Der Denkprozess ist intensiv, und nicht jede Phase eignet sich für eine durchgehende Aufnahme.
Die Entscheidung, nur Teile zu filmen, ist Teil der Projektdokumentation. Transparenz bedeutet hier nicht, jede Minute aufzuzeichnen, sondern nachvollziehbar zu machen, warum bestimmte Schritte sichtbar sind und andere nicht. Der Chatverlauf sowie die relevanten Ergebnisse stehen vollständig zur Verfügung.
Feinjustierung des Schreib-DNA-Assistenten
Ein weiteres Ergebnis dieser Woche ist die Sicherheit, dass der Schreib-DNA-Assistent gut funktioniert. Trotzdem werde ich ihn für die Zukunft noch einmal geringfügig anpassen.
In dieser ersten Woche sind nämlich einige wenige Stellen sichtbar geworden, an denen der Ablauf noch flüssiger sein sollte. Dabei geht es hauptsächlich um den Abschluss des Interviews. Das fertige Dokument mit meiner Schreib-DNA habe ich nur in der erforderlichen Form erhalten, weil ich wusste, wie es aussehen muss und entsprechend nachfragen konnte.
Das muss natürlich reibungslos funktionieren, wenn zukünftig Kunden mit dem Assistenten arbeiten.
Inhalte dieser Woche
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In Woche 2 geht dann los mit der inhaltlichen Arbeit an meinem Expertenbuch. Ich werde meine Buchidee zu einem detaillierten Konzept weiterentwickeln.


