Systemwechsel, Prozessoptimierung, erste Rohfassungen
Projektdokumentation Woche 5 & 6
Lis
3/2/20262 min read
Woche 5+6: Systemwechsel, Prozessoptimierung, erste Rohfassungen
Zwei Wochen sind vergangen. Der Fortschritt am Buch ist nicht sichtbar, wenn du nur auf fertige Kapitel schaust.
Stattdessen habe ich mich mit Grundlagenarbeit beschäftigt.
Warum der Systemwechsel notwendig wurde
Mein bisheriges System konnte die Datenmenge nicht mehr verarbeiten.
Große Datenmengen. Umfangreiche Quellen. Studien, Transkripte, Notizen, Konzepte.
Als ich begann, diese Quellen hochzuladen, stieß das System an seine Kapazitätsgrenzen. Die Performance brach ein.
Ich brauchte eine andere Lösung.
Die neue Plattform: Technische Anforderungen an ein System für Expertenbücher
Die neue Plattform ermöglicht bis zu 1.000 Dokumente pro Projekt.
Das ist sehr viel. Wahrscheinlich wird niemand diese Grenze ausreizen. Aber sie gibt dir den notwendigen Spielraum.
Ein weiterer Vorteil: Die Plattform bietet Zugang zu verschiedenen LLMs. ChatGPT, Claude, Gemini, Mistral. Alle hostet der Anbieter in Europa, DSGVO-konform.
Das bedeutet: Du kannst für jede Aufgabe das passende Modell wählen.
Für lange Texte, die natürlich klingen sollen, nutze ich Claude. Experten sind sich einig: Claude liefert dafür die besten Ergebnisse.
Für andere Aufgaben – Strukturierung, Analyse, Recherche – greife ich auf andere Modelle zurück.
Der neue Schreib-DNA-Prozess: Von 5 Stunden auf 2,5 Stunden
Der ursprüngliche Prozess zur Erstellung der Schreib-DNA hat 5 Stunden gedauert. Das Ergebnis war gut. Der Prozess war zu aufwendig.
Ich habe den Umzug genutzt, um den Prozess komplett neu zu gestalten.
Durch Multiple-Choice-Fragen ermittelt der Assistent jetzt die stilistischen und strukturellen Muster, die du gerne verwendest. Er identifiziert die gewünschte Tonalität und Red Flags – was du nie schreiben würdest. Ein zweiter Assistent mit ähnlicher Funktionsweise ermittelt Persönlichkeit, Standpunkte, Werte und Haltung.
Der Prozess dauert jetzt weniger als halb so lang. Die Ergebnisse sind vergleichbar gut.
Der Vergleich: Alte vs. neue Schreib-DNA
Ich habe zwei Rohfassungen von Kapitel 1 und Kapitel 2 erstellt. Einmal mit der alten Schreib-DNA, einmal mit der neuen Schreib-DNA und dem Persönlichkeits- & Werte-Profil. Mit dem Vergleich wollte ich sicherstellen, dass die Qualität unter dem verkürzten Interview nicht leidet.
Im Schreibprozess habe ich dabei bewusst kaum eingegriffen. So kannst du die Unterschiede möglichst deutlich und unverfälscht sehen.
Die Dokumente:
Kapitel 1 – Rohfassung mit neuer Schreib-DNA und Persönlichkeits- & Werte-Profil
Kapitel 2 – Rohfassung mit neuer Schreib-DNA und Persönlichkeits- & Werte-Profil
Beobachtungen zum Schreibprozess
Da ich mir Mühe gegeben habe, den Schreibprozess gut vorzubereiten und mit der umfassenden Funktionalität meines Schreib-Tools auf der neuen Plattform kann ich jetzt ein Kapitel im ersten Entwurf erstaunlich schnell schreiben, selbst wenn es sich um ein umfangreiches Kapitel handelt.
Meine Hauptaufgabe als Autorin ist die inhaltliche Überwachung. Dazu gehört es Redundanzen zu vermeiden und den roten Faden nicht zu verlieren.
Das ist keine passive Rolle. Aber eine andere Rolle als beim klassischen Schreiben.
Nächste Schritte
Ich arbeite weiter an den Kapiteln. Mit dem neuen System. Mit den optimierten Prozessen.
Die Dokumentation wird fortgesetzt.


